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Hilfe: Braucht man eine Spiegelreflex-Kamera?

Wir, Sven und ich, waren jetzt schon 5 mal im lokalen Elektrogeschäft, um uns die Spiegelreflexkameras anzuschauen. Wir lassen uns beraten, vergleichen und gehen wieder nach Hause. Mir gefallen diese Kameras, ich bin damit aufgewachsen, mein Vater hatte schon immer eine und ich bin heute noch dankbar für die tollen Fotos die es von uns als Kinder gibt. Aber braucht man Heutzutage noch eine solche Kamera oder reicht das Handy aus?

Ich beobachte seit geraumer Zeit den Trend, dass die DSLR Kameras (digitale Spiegelreflex Kameras) immer häufiger bei Touristen, Zoo-Besuchern oder sogar Partygängern anzutreffen sind. Ich habe doch mein Handy eh immer dabei. Das ist klein und leicht und schnell gezückt wenn ich ein Foto machen möchte. Will ich wirklich immer eine extra Tasche mit der Kamera dabei haben?

Handy vs. Spiegelreflexkamera

Man kann zwar heute mit jedem Handy fotografieren, aber selbst gute Handykameras kommen an eine richtige Kamera meist nicht heran. Kleine Kompaktkameras (ab etwa 200 Euro) machen bessere Bilder. Die Zahl der Megapixel, die eine Kamera bietet, sagt übrigens wenig über deren Qualität aus. Ein Fotohandy mit 18 Millionen Bildpunkten macht nicht unbedingt ein besseres Foto als eine Kamera mit 12 Millionen. Für bessere Qualität sorgen vor allem größere Bildsensoren und bessere Objektive. Die Fotoindustrie hat sich neu erfunden. Das hat für ein Riesenangebot an Kameras gesorgt, die von Jahr zu Jahr mehr bieten. Man sollte also gut vorbereitet sein, wenn man einen Fotoladen betritt und der Händler fragt: Wechselobjektiv oder eingebautes Objektiv? Spiegelreflex oder spiegellos? Optischer oder elektronischer Sucher? Groß oder klein? Fragen über Fragen.

Am Freitag hat uns der Freundliche Herr von Nikon beraten bis uns die Ohren qualmten. Am Ende hatte ich keine Ahnung mehr was er uns erklärt hat. Mir ist bewusst, ich muss mich zuerst mit der Kamera beschäftigen – einfach darauf losschießen ist nicht. Ich könnte nicht mehr wiedergeben wie genau ich jetzt die ISO zahl umstelle. Er hat sicher in dem Punkt recht, das der Autofokus dumm ist und ich viel mehr Möglichkeiten habe wenn ich meine Kamera individuell einstellen kann. Fotos aus dem Smartphone fehlt in der Regel das kreative Spiel von Schärfe und Unschärfe. Dabei ist der Einsatz von Schärfentiefe ein wichtiges Mittel der Bildgestaltung.

Die Auswahl ist groß

Wenn wir im Elektromarkt stehen haben wir die Auswahl zwischen verschiedenen Kameraformen:

Kompaktkameras: Im Prinzip ein kleiner Fotoapparat, bei dem man das Objektiv nicht austauschen kann. Die Auswahl an Zubehörteilen und Einstellungen ist eher begrenzt und hat wenig zu bieten.

Spiegellose (System-)Kamera (Kompaktkamera mit austauschbaren Objektiven):
Hier handelt es sich um eine Mischform der Kompakt- und Spiegelreflexkamera. Sie hat oft die Abmessungen einer Kompaktkamera, jedoch kann das Objektiv oftmals ausgetauscht werden. Die Auswahl an Zubehör und Einstellungen ähnelt der Spiegelreflexkamera, nur die Bauweise ist eben leichter und handlicher.

Spiegelreflexkamera:
Die Spiegelreflexkamera ist eine hochentwickelte Kamerabauart mit großer Auswahl an Funktionen und Zubehör. Dank der sinkenden Preise in den letzten Jahren ist diese heutzutage erschwinglich und hat sich somit einen Platz in den Herzen der Amateurfotografen gesichert.

Vorteile einer DSLR Kamera

Der erste Vorteil einer Spiegelreflexkamera ist der Bildsensor. Dieser ist der Teil der Kamera, der letztlich das Bild produziert und ist bei Spiegelreflexkameras logischerweise sehr viel größer als beispielsweise in einem Smartphone. Das ist insofern wichtig, das mehr Licht aufgenommen werden kann. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist dies ein ungemein großer Vorteil gegenüber Smartphones. Während bei diesen oft schon bei etwas düsteren Räumen starkes Bildrauschen entsteht, ist das für Spiegelreflexkameras gar kein Problem.

Darüber hinaus lassen sich Spiegelreflexkameras manuell nachjustieren. So kann ich als Nutzer Belichtungszeit, Blende und ISO-Wert den derzeitigen Verhältnissen anpassen und so ein optimales Bild ganz ohne Bearbeitung erlangen. Über- und Unterbelichtung kann hier gezielt als Kunstform eingesetzt werden, um die Wirkung eines Bildes zu verändern.

Auch Zoomen ist mit Spiegelreflexkameras ohne Qualitätsverlust möglich. Die Kameras in Smartphones besitzen dagegen lediglich digitalen, und keinen optischen Zoom; das Ergebnis sind verpixelte Bilder, welche das schönste Foto zerstören können.

Auch in Sachen Funktionen und Zubehör haben Spiegelreflexkameras noch immer die Nase vorn. Kann man bei Spiegelreflexkameras zum Beispiel einfach andere Objektive für spezielle Motive aufsetzen, so ist das bei Smartphones (fast) unmöglich. Weitwinkel-, Makro- oder Tele-Objektive sowie Filter und Stative sind für professionelle Fotografen unerlässlich. Hier kommen wir dann aber auch schon zum Punkt: Für Profis sind diese Dinge unverzichtbar.

Die Frage die sich mir jetzt stellt: Brauche ich als Anfänger das wirklich alles? Ein Fotograf meinte letze Woche zu mir: „Teure Töpfe machen dich auch nicht zu einem besseren Koch!“ Macht die Kamera so viel mehr aus? Schieße ich – als Amateur – wirklich so viel bessere Fotos, oder hängt es nicht doch alles vom Fotografen ab, der mit einem geübten Auge einfach den Blick für tolle Momente und den richtigen Winkel hat? Ich denke wir werden noch einige male im Elektromarkt unseres Vertrauens stehen und uns überleben ob wir es wagen sollen oder nicht, denn Fotografieren ist schon ein schönes aber teures Hobby.

 

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Christine Sonnleitner

Lifestyle Bloggerin

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