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Digitale Eifersucht: Beziehungskiller Social Media

Mal ehrlich, wer hat seinen Partner noch nicht auf Facebook gestalkt? Wahrscheinlich jeder von uns! Wir schauen wer die Fotos unseres Liebsten liked, achten darauf was er kommentiert und kontrollieren wann er zuletzt auf WhatsApp online war. Wir führen heute Diskussion die es vor 10 Jahren noch gar nicht gab. Hinzu kommt, dass Facebook & Co. uns täglich neue Gründe liefern eifersüchtig zu sein. Mit den sozialen Medien ist somit auch ein neuer Beziehungskiller entstanden; die „digitale Eifersucht”.

Es geht schon beim Dating los

Ich bin auf eine Studie einer Online Dating Plattform gestoßen, welche rund 800 Singles nach ihrem Datingverhalten befragte. Hier ging es um den gesamten Zeitraum vom ersten Date bis hin zum Beziehungsende. In allen Phasen der Liebe schnitt der Einfluss der sozialen Medien ziemlich schlecht ab.

55 Prozent der Singles möchten keine Person treffen, die Partybilder online stellt. 46 Prozent verzichten auf ein Date mit Menschen, die gemeinsame Fotos mit der Exfreundin Fotos noch nicht gelöscht haben, was auch eines meiner persönlichen No-Gos ist. Wer täglich auf den sozialen Medien postet, wird von ganzen 46 Prozent der Singles abgelehnt. Und: Rechtschreibung ist sexy, schreibt euch das – korrekt – hinter die Ohren, denn 45 Prozent wollen niemanden Daten, der nicht fehlerfrei chattet.

Fremdgehen beginnt oft auf Facebook

Besonders gefährlichen scheinen aber die Nebenbuhler zu sein. Ganze 21 Prozent der Befragten haben schon einmal eine Affäre über Social Media begonnen. Das ist (fast) ein glattes Fünftel. Da wundert es nicht, dass 35 Prozent der Befragten Probleme damit haben, ihrem Partner zu vertrauen, wenn er viel online unterwegs ist. Und wer ärgert sich nicht darüber, wenn der Partner STÄNDIG online ist, uns aber nicht zurückschreiben will. Das sät das Misstrauen und lässt uns oft unfreiwillig zu kleinen Stalkern werden.

Wir alle wissen wie einfach es heutzutage ist jemanden kennenzulerenen. Es sind oft nur wenige Klicks und schon hat man neue “attraktive” Online-Bekanntschaften. Wir, als Partner, fragen uns, wer die Frau ist, die alle seine Fotos liked und ständig Kommentare hinterlässt. Sofort denken wir, dass diese Person auf ihn steht und sehen in ihr eine potentielle Konkurrenz. Vielleicht ist es aber nur die neue Kollegin und unser Partner hat die Freundschaftsanfragen nur aus Höflichkeit angenommen. Und sie meint es vielleicht nur nett und bemüht sich um neue Kontakte. Nicht mehr, nicht weniger. Bitte ein bisschen mehr Vertrauen.

Digitale Eifersucht

Gehört ihr auch zu den Personen, die nachschauen, welche Facebook-Postings euer Partner mit einem „Gefällt mir” versieht und ob er sogar Kommentare hinterlassen hat? Schaut ihr ganz genau hin, ob immer Postings/Fotos einer ganz bestimmten Person geliked oder kommentiert Würdenträger  und mit welcher Frequenz das ganze geschieht? Etwa täglich? Gibt es irgendwelche Auffälligkeiten?

Wenn Sie diese Frage mit „Ja” beantwortet dann ist die einzige Botschaft für euch: „Hört auf euren Partner zu stalken und lasst ihm Freiraum!

Eifersucht ist ein ziemlich beschissenes Gefühl. Weil wir uns unsicher sind, ob wir dem Gegenüber genügen, versuchen wir die Sicherheit durch Kontrolle unseres Geliebten zu erlangen. Durch das ständige Aufmerksam sein und über die Schulter schauen  schüren wir aber nur vermehrt ein Gefühl der Eifersucht. Unser Partner muss sich ständig rechtfertigen und das führt zu Konflikten in der Partnerschaft.

Ist Facebook nun ein Beziehungskiller?

Die Anwaltsvereinigung der USA hat 2015 verkündet, dass bei einem Drittel aller Scheidungen das Wort „Facebook“ in den Gerichtsakten auftauchte. Leider werden die tatsächlichen Scheidungsursachen in der Juristen-Aussendung nicht detailliert erläutert – aber man kann davon ausgehen, dass Eifersucht, Fremd-Flirts und mangelnde Aufmerksamkeit die Haupttrennungsgründe unzähliger Beziehungen und Ehen sind.

Die Grundlage einer guten Beziehung ist also nach wie vor das direkte Gespräch mit dem Partner und Vertrauen. Auch dem eifersüchtigen Partner sollte mit Geduld und Ruhe entgegentreten werden. Ab und an hilft es ein Gespräch zu suchen und somit eine gemeinsame Vertrauensbasis zu schaffen. Öfter mal das Smartphone wegzulegen, kann also für die Zweisamkeit von Vorteil sein. Auch wenn Facebook und Co. Menschen miteinander vernetzen soll ersetzt es nicht die Intimität einer echten Beziehung.

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Christine Sonnleitner

Lifestyle Bloggerin

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