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Life Is Strange Episode 1: Chrysalis Review + SOUNDTRACK

Square Enix ist bekannt für so manchen Hochkaräter der Spielegeschichte. Life is Strange nennt sich das neueste Werk eines klines SE-internen Teams das in 5 Episoden daher kommt – und uns in die wundervoll authentische und ehrliche Welt der Protagonistin “Max” einführt.

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Oregon – es ist dunkel, es stürmt und ein Hauch von Desorientierung macht sich breit. Die Protagonistin steht durchnässt in einem kleinen Waldstück nahe eines Leuchtturms. Langsam bewegt man sich mit vorgehaltenen Händen auf diesen zu, bis plötzlich – BOOM – ein Blitz in die Spitze einschlägt – und diese zu Boden rast. Doch noch bevor diese das Mädchen in den Tod reißt wacht der sichtlich verwirrte Teenager wohl behütet im Klassenzimmer auf.

“Um was zur Hölle geht es hier eigentlich?”. Die ersten 5 Minuten gleichen einem Ratespiel – ein bisschen umschauen, ein bisschen hier und dort klicken. Ohne wirklich zu wissen, was zu tun ist. Sichtlich verwirrt im Unterrichtssaal sitzend starre ich auf einige Gegenstände, die sich vor mir auf einem Tisch befinden: Ein Tagebuch, einige Notizen, ein Foto und eine Polaroid Kamera. Das Spiel verrät nichts von seiner Geschichte – oder wieso man gerade da ist, wo man eben ist. Da ich den Trailer nicht kannte, war mir absolut nicht bewusst, was es mit diesem Titel auf sich hat. Um euch dies zu ersparen, hier der offizielle Trailer zum Spiel: –

“Life is Strange” ist ein modernes Point and Click Adventure das sich unter einem Gewand eines 3D Action Adventures versteckt. Man kann sich zwar frei bewegen, die Interaktion mit Gegenständen und Personen erinnert allerdings eher an klassische Spiele wie “Monkey Island” oder “Day of the Tentacle”. Die Landschaften sind schön gestaltet und alles in allem wirkt die Szenerie sehr glaubwürdig – was auch die enorme Stärke dieses Spieles ausmacht.

Sofort fängt die Atmosphäre den Spieler ein – so fühlte ich mich umgehend in meine “besten Jahre” zurückversetzt, konnte das Handeln der Protagonistin nachvollziehen und kaufte jeden gesagten Satz ab. Die NPCs wirken allesamt glaubwürdig und agieren nahezu “Menschlich”. Selbstverständlich sind die Unterhaltungen gescriptet und vorsynchronisiert. Jedoch wurde hier Wert auf die kleinen Details gelegt. So geht man in den Gesprächen auf Themen wie Mobbing, Verschwörungstheorien, Jugendliche Ängste, Gruppenzwang oder auch Sexualität ein. Es scheint gar als hätten Teenager selbst die Dialoge geschrieben!

Die zweite große Stärke ist der enorm treffende und untermalende Soundtrack – nicht nur die Geräuschkulisse, sondern die musikalische Untermalung machen Life is Strange eben zu dem “Meisterwerk” das es ist. So hat man sich vorwiegend auf akustische Klänge konzentriert – feine Akustikgitarren mit leichtem Gesang. Eine Musik, die die wahre Schönheit des Spiels erkennen lässt. Ein Soundtrack, der so schön geschrieben ist, dass selbst dieser eine eigene Fangemeinde aufbaute und sich wie ein Puzzlestück in das Ganze integriert.

Kommen wir zur Schattenseite des Square Enix Titels. Dieser nämlich enttäuschte seine Fans mit zahlreichen Verschiebungen und Wartezeiten. So ist beispielsweise derzeit nur Episode 1 spielbar, während sich 2 – 5 noch in der Produktion befinden. Die relativ kurze Spielzeit der ersten Episode hinterlässt somit nach Ende einen sehr faden Beigeschmack bei all denen, die das gesamte Bundle mit Ep. 1- Ep.5 gekauft haben. Hier hätte man treue Vorab-Käufer mit einem Extra, wie z. B. dem Soundtrack zum Download oder exklusiven Infos belohnen und somit die Wartezeit auf den 2. Teil verkürzen können. Das wäre auch schon so ziemlich alles, was ich an Negatives über Life is Strange sagen kann.

Erhältlich ist das Spiel derzeit für PC (Steam), XBox 360, XBox ONE, PS3 und PS4 und kostet zwischen 4,99 EUR (Eisode 1) und 19,99 EUR(Episode 1-5). Der Vollständigkeit halber möchte ich anmerken, dass dem Bericht die XBOX ONE – Version zugrunde lag.

Fazit: Alles in allem ist Life is Strange ein gelungenes Meisterstück, welches im Hinblick auf Atmosphäre, Spielspaß und Storytelling seinesgleichen sucht. Einzig die etwas kurze Spielzeit und somit recht hohe Preis ist als kleiner Negativpunkt anzumerken, was jedoch von dem enorm guten Soundtrack sofort vergessen gemacht wird.


Bonus: Als kleines Sahnehäubchen haben wir uns auf die Suche nach dem Soundtrack gemacht, den ihr hier hören könnt: Hier gehts zur Playlist

Sven Mieke

Sven Mieke ist der Schöpfer des Slyced.de Online-Magazins und passionierter Blogger seit 2014.

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